Gasthof „Zur Post“

Aus der langen Geschichte des Hauses

 Bis zum Jahre 1785 lässt sich die Geschichte des Hauses zurückverfolgen, die mit Johann Georg Kunze beginnt. Dieser war zu seiner Zeit Eigentümer des Wohnhauses und hatte eine Brauberechtigung inne. Zudem befand sich eine Gerberwerkstatt im Haus. Um das Jahre 1856 gehörte das Gebäude Franz Ottomar Krause, welcher das Gebäude als Poststelle für Hainichen nutzte. Damit sich Reisende die Wartezeit verkürzen konnten, richtete Postmeister Krause eine Passagierstube ein, die im weiteren Verlauf zur Gaststätte „Zur Post“ ausgebaut wurde. Auch wurden ein Seitengebäude mit Wagenremise und eine Gartenlaube errichtet. Zwischen den Jahren 1870 und 1880 war Fr. A. Wiesner Wirt und Besitzer des Gasthof „Zur Post“. Die Poststelle wurde nur kurzzeitig weiter betreut. Wiesners Schwiegersohn Friedrich Emil Saupe übernahm anschließend die Geschicke im Gasthof und erreichte ein Gesellschaftszimmer. Albert Mende lies in den 1920er Jahren eine Wohnung im Dachgeschoss einbauen. Seine Frau leitete den Gasthof in den Nachkriegsjahren bis 1952 und verkaufte das Haus am Neumarkt später an Herbert Ring, der in den 60er Jahren in der ersten Etage Fremdenzimmer einrichtete. Das Ehepaar Kuntnawitz - Eigentümer von 1976 bis 1979 - baute das Vereinszimmer aus und stellte einen Billardtisch auf. Ein weiterer Wirtschaftsraum erhöhte ab 1978 die Kapazität der Sitzplätze im Gasthof, der von nun an auch Kaffee und Kuchen, sowie einen Mittagstisch anbot. 1980 wurde der HO Kreisbetrieb dann Pächter und richtete einen Imbiss ein. Jörg Thiele übernahm 1991 den Gasthof zunächst als Pächter und kaufte diesen dann im November 1995. Seit 1999 erfolgte eine umfangreiche Sanierung und Erweiterung des kompletten Hauses. So entstanden Wohnungen, ab 2003 eine Pension, ab 2006 ein Biergarten sowie die „Umspanne“ - ein Partyraum für Feierlichkeiten aller Art. Eine umfangreiche Fassadensanierung mit der Verzierung durch eine Postkutsche rundete die Arbeiten am Gebäude ab. Seinem Aussehen und seiner Funktion ist der Gasthof „Zur Post“ seit über 230 Jahren treu geblieben und ist damit einer der wenigen Konstanten im Hainichener Stadtbild.